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Kunst & Kultur

Außergewöhnliche Architektur, anspruchsvolles Design und unverwechselbare Kunst begleiten Sie im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg auf Schritt & Tritt.

Kunst im Schloss

Markus Lüpertz

(* 25. April 1941 in Reichenberg) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Er zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seine Bildgegenstände zeichnen sich durch suggestive Kraft und archaische Monumentalität aus. Lüpertz dringt darauf, den Darstellungsgegenstand mit einer archetypischen Aussage seines Daseins festzuhalten. Viele seiner Werke werden dem Neoexpressionismus zugeschrieben. Von 1988 bis 2009 war Lüpertz Rektor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. In der Öffentlichkeit stilisiert er sich als exzentrischen Maler, der seinen eigenen Geniekult betreibt

Markus Lüpertz schuf um 1960 die ersten Gemälde. Im Gegensatz zu den vorherrschenden abstrakten Tendenzen in der Malerei seiner Zeit gestaltete der junge Lüpertz einfache gegenständliche Motive in expressiver Manier. Seine frühen Werke zeigen häufig eine kraftvolle Bildwelt mit monumentalen Darstellungen gegenständlicher Formen. Das Ende der Malerei war seit dem Beginn der Moderne mehrfach ausgerufen worden, trotzdem hielt Lüpertz an seinem Metier fest. In seiner Malerei verband er Widersprüchliches. Als spürbaren Zwiespalt nahm er den Zweifel der Moderne an der Tradition in seine Bildkonstruktionen hinein und suchte den Weg aus der damals übermächtigen Abstraktion.

Seit 1980 entwirft Lüpertz auch Bühnenbilder und Skulpturen. Für eine Nische in der Alten Oper in Frankfurt schuf er 1989 die Figur des Apoll, dessen angewinkelter rechter Arm auf die linke Schulter nach einem Pfeil greift. Er wurde in einer Auflage von sechs Stück gegossen. In Karlsruhe an der Bannwaldallee findet sich die Brückenskulptur „Die Hässliche erschrickt die Schöne“ von 1990. In der Berliner Kantstrasse liegt „Der gestürzte Krieger“, die 3,00 m lange Bronze eines Gefallenen mit Helm und Schild. Der Park von Schloss Bensberg erhielt im Jahr 2000 ein Ensemble von drei Skulpturen.

Anthoni Tàpies

(* 13. Dezember 1923 in Barcelona, Katalonien; † 6. Februar 2012 ebenda) war ein spanischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Er galt als der bedeutendste Künstler des Informel seines Landes. Im Jahr 2010 erhielt er den erblichen Adelstitel Marqués de Tàpies.

Antoni Tàpies wurde als Sohn des Rechtsanwalts Josep Tàpies i Mestres und dessen Frau Maria Puig i Guerra, Tochter eines Buchhändlers, geboren. Von 1926 bis 1928 besuchte er die Grundschule Colegio de las monjas de Loreto, von 1928 bis 1932 die deutsche Schule Escuela alemana und von 1932 bis 1934 die Escuelas Pias in Barcelona. 1934 kam er auf die Höhere Schule und hatte durch diverse katalanische Publikationen ersten Kontakt mit der zeitgenössischen Kunst, vor allem durch die von Josep Lluís Sert und Joan Prats herausgegebene Weihnachtsausgabe des Magazins D’aci i d’alla, mit Reproduktionen von Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris, Fernand Léger, Piet Mondrian, Constantin Brâncui, Wassily Kandinsky, Marcel Duchamp, Hans Arp, Joan Miró und anderen.

Aufgrund einer Lungenerkrankung 1942 verbrachte Tàpies bis 1943 eine längere Rekonvaleszenz in einem Sanatorium in Puig d’Olena. In dieser Zeit zeichnete er viel und übte sich im Kopieren einiger Werke von Vincent van Gogh und Pablo Picasso, begann sich für die Geschichte der Philosophie zu interessieren, las Thomas Mann, Friedrich Nietzsche, Oswald Spengler, Henrik Ibsen, Stendhal, Marcel Proust und André Gide sowie Arthur Schopenhauer und Miguel de Unamuno und setzte sich vor allem mit dem Existentialismus Jean-Paul Sartres, dessen Satz, „daß der Mensch als solcher nicht geboren wird, sondern erst ‚wird‘“, und der zu einer frühen Weltanschauung für den Künstler wurde, auseinander.

Von 1946 an widmete sich der Künstler, in Orientierung an Vincent van Gogh und Pablo Picasso, ganz der Malerei und wandte sich ab dem gleichen Jahr, beeinflusst durch die Werke Mirós, Max Ernsts und von Paul Klee, phasenweise dem Surrealismus zu. 1947 lernte er den katalanischen Dichter Josep Vicenç Foix kennen, mit dem Tàpies sich aufgrund gemeinsamer künstlerischer Interessen in der Folgezeit austauschte. Im gleichen Jahr traf er auf Joan Brossa und Joan Prats und andere Mitglieder der früheren ADLAN (Amics de l’Art Nou), die ihn in seiner künstlerischen Arbeit unterstützten.

Im Jahr 1981 gestaltete Tàpies in Saint-Paul de Vence mit Unterstützung des deutschen Keramikers Hans Spinner seine ersten Keramikskulpturen und fertigte im Auftrag der Stadt Barcelona die ersten Skizzen für eine monumentale Skulptur zu Ehren Pablo Picassos an.

Joseph Beuys

(* 12. Mai 1921 in Krefeld; † 23. Januar 1986 in Düsseldorf) war ein deutscher Aktionskünstler, Bildhauer, Zeichner, Kunsttheoretiker und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Beuys setzte sich in seinem umfangreichen Werk mit Fragen des Humanismus, der Sozialphilosophie und Anthroposophie auseinander. Dies führte zu seiner spezifischen Definition eines „erweiterten Kunstbegriffs“ und zur Konzeption der Sozialen Plastik als Gesamtkunstwerk, in dem er Ende der 1970er Jahre ein kreatives Mitgestalten an der Gesellschaft und in der Politik forderte. Er gilt weltweit als einer der bedeutendsten Aktionskünstler des 20. Jahrhunderts und war ein „idealtypischer Gegenspieler“ zu Andy Warhol.

Ewald Mataré ernannte Joseph Beuys 1951 zu seinem Meisterschüler. Gemeinsam mit Erwin Heerich bezog Beuys bis 1954 sein Meisterschüleratelier unter dem Dach der Kunstakademie. Er arbeitete an Aufträgen seines Lehrers Mataré mit, so zum Beispiel an den Türen für das Südportal des Kölner Doms, der sogenannten „Pfingsttür“, wo er das Mosaik setzte, und an dem Westfenster des Aachener Doms. In dieser Zeit entstand auch – vermutlich als Aufgabenstellung Matarés – seine frühe Plastik Torso, ein auf einem ausgefahrenen Bildhauerbock schwebender Frauenrumpf, der von schwarzer Ölfarbe und Mullbinden überzogen ist. Gemeinsam mit Heerich arbeitete Beuys an einer Kopie der Skulptur Die trauernden Eltern von Käthe Kollwitz in Muschelkalk. Mataré, der 1953 diesen Auftrag für eine Gedenkstätte in Alt St. Alban erhielt, gab ihn an seine beiden Meisterschüler weiter, wobei Heerich die Mutter und Beuys den Vater anfertigte.

Ende 1957 zog Beuys nach Kleve, da sein Vater im dortigen Krankenhaus lag; er starb am 15. Mai des folgenden Jahres. Beuys mietete eigene Atelierräume im alten Kurhaus am Tiergarten, wo 1959 das monumentale Eichenkreuz und das Tor für das Büdericher Mahnmal für die Toten der Weltkriege im Alten Kirchturm in Meerbusch-Büderich entstand. Es ist der größte öffentliche Auftrag, den Joseph Beuys damals, gegen die Einwände Ewald Matarés, ausführte. Im selben Jahr begann Beuys in vier, jeweils dreihundert Seiten starke, geheftete Geschäftsbücher zu zeichnen (bis 1965). 1958 setzte er erstmals die für die Kunst ungewöhnlichen Materialien Fett und Filz ein.

Am 19. September 1959 heiratete Joseph Beuys in der Doppelkirche Schwarzrheindorf Eva-Maria Wurmbach, die er ein Jahr zuvor kennengelernt hatte. Die Tochter des Zoologen Hermann Wurmbach und dessen Frau Maria Wurmbach (geb. Küchenhoff) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie Kunsterziehung.

Georg Baselitz

(* 23. Januar 1938 in Deutschbaselitz, heute ein Ortsteil von Kamenz in der sächsischen Oberlausitz; eigentlicher Name Hans-Georg Kern) ist ein deutscher Maler und Bildhauer.

Nach Kindheit, Schule und Abitur in seiner Oberlausitzer Heimat begann er 1956 ein Studium der Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Berlin-Weißensee (Ost-Berlin) bei den Professoren Herbert Behrens-Hangeler und Walter Womacka. Bereits hier zeigte sich seine individuelle Persönlichkeit, die so gar nicht den sozialistischen Vorstellungen der DDR entsprach. Dies führte nach zwei Semestern zum Verweis von der Hochschule wegen „gesellschaftlicher Unreife“. 1957 setzte er sein Studium an der Hochschule der bildenden Künste bei Professor Hann Trier in West-Berlin fort, dem 1958 der endgültige Umzug nach West-Berlin folgte. Hier setzte er sich verstärkt mit den Theorien von Wassily Kandinsky, Ernst Wilhelm Nay und Kasimir Malewitsch auseinander.

Baselitz prägte mit seinen Werken die moderne Malerei ab 1960. Mit teils obszönen Darstellungen, vor allem Anfang der 1960er Jahre, wirkte er stark provokativ, allerdings erst, nachdem er 1957 sowohl die Kunsthochschule Berlin-Weißensee und schließlich die DDR wegen „staatsbürgerlicher Unreife“ verlassen musste, weil er nicht wie angeordnet zum Praxiseinsatz in einem Kombinat fuhr, sondern lieber Bilder nach Picasso malte. Sein Bild Die große Nacht im Eimer (1962/1963; Museum Ludwig, Köln), das einen Jungen nach dem Masturbieren darstellt, ist sein bekanntestes Werk dieser Zeit.

Seine Werke hingen und hängen bei fast allen namhaften internationalen Ausstellungen und Museen. Wie auch in seinen früheren Werken wollte er dem Betrachter die Eigenständigkeit der Malerei gegenüber der herkömmlichen Wirklichkeit vor Augen führen. Mit dem Umdrehen seiner Bilder nahm er dem Bild seinen konventionell gedachten Inhalt, machte also den Bildgegenstand gegenstandslos und damit abstrakt. Durch das Auf-den-Kopf-Stellen seiner Werke konnte er den Betrachter direkt mit der Organisation von Farbe und Form auf der Bildfläche konfrontieren, unabgelenkt vom persönlichen Inhalt des Bildes. Auf diese Weise inhaltsleer geschaffen, sind Baselitz’ Bilder nicht interpretier-, sondern lediglich betrachtbar. Der Künstler zählt Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Joseph Beuys und auch die expressionistischen Maler der Künstler-Vereinigung Brücke zu seinen Vorbildern.

Oft finden sich auch Spuren seiner Finger oder Fußabdrücke in den Bildern. Da es aufgrund der Größe der Formate schwierig für Baselitz ist, alle Bereiche gleichmäßig zu erreichen, läuft er einfach ins oder über das Bild.

Wilhelm Beestermöller

(* 1956 in Berlin) ist ein deutscher Maler der sich vorwiegend auf Übermalungen von Fotografien konzentriert.

Beestermöller studierte an der FH Münster unter anderem unter Wolfgang Troschke (Drucke), Voré (Zeichnungen) und Bernd Damke (Malerei). Mit seinen Kunstwerken hat er bereits verschiedene Thematiken eingefasst, vermehrt auch für den Sport, wie zum Beispiel bei dem Fußballverein 1.FC St. Pauli. Seit 1997 stellt er regelmäßig in verschiedenen Ländern aus, primär aber in Deutschland und Frankreich.

Salvador Dalí und die göttliche Komödie

Die göttliche Komödie ist eines der bedeutendsten Werke der italienischen Dichtung. Dante wurde 1265 in Florenz geboren. Sein Hauptwerk „La Divina Commedia“ vollendete der italienische Poet erst kurz vor seinem Tod im Jahre 1321 in Ravenna.

In der göttlichen Komödie schildert Dante seine visionäre Wanderung durch die drei Reiche des Jenseits; das Fegefeuer- Purgatorio, die Hölle- Inferno und den Himmel- Paradiso. Auf seiner Reise wird der Autor von dem römischen Dichter Vergil begleitet, der ihn als Vertreter der Vernunft durch die Gefahren der Hölle begleitet. Im Himmel übernimmt Beatrice, die als Symbol der Liebe der Vernunft des Vergil gegenübergestellt ist, die Leitung Dantes und führt den Dichter zur Region ewiger Seligkeit.

Salvador Dalí (1904 – 1982) stellte als Maler des Surrealismus die Göttliche Komödie 1952 künstlerisch dar. Mit 100 verschiedenen Motiven illustriert er den Verlauf der Reise, die zahlreichen Begegnungen und Gespräche. In phantasievollen Farblithographien setzt er Dantes Schilderung zu den Themen Mythologie, Philosophie, Theologie, Mystik, Kultur und Astronomie um. Jedes einzelne Blatt ist vom Künstler handsigniert. Die gesamte Serie ist in einer Auflage von 150 Stück erschienen.

Wolfgang Stahr

Wolfgang Stahr ist ein Fotograf und bildender Künstler aus Berlin.  1996 absolvierte er die Fachhochschule in Bielefeld mit Schwerpunkt Foto- und Filmdesign. Sein Hauptaugenmerk in der Fotografie liegt auf Porträts und dem Verhältnis von Menschen und Orten.

Er fotografiert regelmäßig für internationale Magazine, seine Arbeiten wurden aber auch in Galerien und Institutionen ausgestellt. Dazu zählen Ausstellungen in Paris, Tokio, Moskau und selbstverständlich seiner Heimat Berlin. Seine künstlerische Arbeit wurde bereits mit dem Grand Prix de la Ville de Vevey, die Werbearbeit vom Art Directors Club, den Lead-Awards und den Cresta-Awards ausgezeichnet. Wolfgang ist Mitglied der „Laif-Agentur für Fotos und Reportagen GmbH“. Seine Unternehmensarbeit wird von Nerger M & O vertreten.