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Weltklasse in der Stille der Eifel

Versteckt, fast ein wenig abseits der Welt und genau das macht das Waldhotel Sonnora in Dreis bei Wittlich so besonders. Magdalena und Clemens Rambichler haben das Erbe der Familie Thieltges nicht nur übernommen, sie haben es mit Herzlichkeit, Präzision und einer unverkennbaren eigenen Handschrift weitergeschrieben. Ein Besuch hier lässt keinen Zweifel: Das Sonnora gehört zur absoluten Weltspitze.

Ein Blick auf ein malerisches Gebäude mit weißen Fassaden und Balkonen, umgeben von üppigem Grün und Bäumen. Im Vordergrund steht eine geschmückte Pavillonstruktur in einem Garten, der eine einladende Atmosphäre schafft.

Einfach viel zu lange schon habe ich mir einen Besuch bei Familie Rambichler vorgenommen, nun stand dem nichts mehr im Wege. Wer die Anfahrt zum Waldhotel Sonnora nicht kennt, wird sich auf den letzten Kilometern fragen, ob die Adresse in der Navigation auch stimmt. Keine Sorge, das tut sie.

Eine Nachfolge, die keine Abstriche macht

Die jungen Gastronomen haben das Anwesen als Nachfolger der Familie Thieltges seit 2017 übernommen und weiter ausgebaut – nicht nur architektonisch, sondern auch kulinarisch. Keine Frage, ein großes Erbe, das die beiden souverän und mit Herzlichkeit jeden Tag auf sich nehmen. Unsere Begrüßung und die Freude der Gastgeber beim Empfang ließen keine Zweifel aufkommen: Magdalena und Clemens Rambichler sind genau da, wo sie sein wollen – in ihrem „Sonnora“ in Dreis bei Wittlich.

Wer im Sonnora übernachtet und am Nachmittag anreist, wird im Salon zum Verweilen bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen oder auch mit einem Glas Champagner verwöhnt. Unser Zimmer war eines der neu gestalteten im Sonnora, das uns wunderschön hell, gemütlich, elegant und großzügig empfing.

Ein eleganter Restaurantbereich mit einem kunstvoll gestalteten Tisch im Vordergrund. Im Hintergrund hängt ein leuchtendes Gemälde, das die Wand schmückt. Frische Blumen in einer Vase und geschmackvolle Möbel schaffen eine einladende Atmosphäre.
Ein malerischer Garten mit einem bunten roten Baum im Vordergrund. Im Hintergrund sind Rasenflächen und ein Weg zu sehen, der zwischen Büschen führt. Der Himmel ist bewölkt, und die Landschaft wirkt herbstlich und friedlich.

Präzision, die man schmeckt

Ein kunstvoll angerichtetes Gericht auf einem Teller, bestehend aus mehreren Schichten von Foie Gras, garniert mit bunten essbaren Blüten und grünen Kräutern. Die Präsentation betont die Farben und Texturen der Zutaten und vermittelt einen Eindruck von Gourmetqualität.

Am Abend trat ich in das elegante Restaurant, wo mein ehemaliger Sommelier aus dem Vendôme, Marco Franzelin, mich begrüßte. Nach einem Glas Champagner zum Aperitif wurde ich mit einer Reihe von kleinen Geschmacksexplosionen aus der Küche gegrüßt:

  • Marinierter Bauch und Rücken von schottischem Label-Rouge-Lachs
  • Gefülltes Rührei mit gegrillter Hühnerkeule & Yuzu-Zitronen-Thymian-Zabaione
  • Gillardeau-Auster No. 2 & eingelegter Fenchel, Kopfsalat und Birnenvinaigrette
  • Bretonischer Taschenkrebs mit Wasabi, Avocado & gelierter Krustentieressenz
  • Kleiner Eierstich vom Bachsaibling aus der „Isère“, Fingerlimes & Algen
  • Lauwarme bretonische Seespinne mit Limette & Périgord-Trüffelzabaione

Allesamt sehr präzise abgestimmt und federleicht im Mund.

Das Menü

Bretonischer Hummer
In der Schale gebraten, mit Staudensellerie-Apfelsalat, Ingwer, Zitronengras & gegrillter Limette


Langoustines Royales mit Foie Gras
Rohe Pflaume & Périgord-Trüffel, aromatisiert mit Tahiti-Vanille und Beurre Noisette


Tranchen vom Steinbutt aus der Vendée „Romanow“ 
N25-Kaviar, rote Bete, Romana-Salat, aufgeschäumter Steinbuttsud


Wagyu Entrecôte Kagoshima A5 vom Holzkohlegrill 
Mit karamellisierter Röstzwiebelnage & weißem Trüffel aus Alba


Tarte von Ananas aus Martinique 
Über Holzkohle gegrillt, mit Sud von indischen Gewürzen, Mango, Tahiti-Vanille-Eis und gereiftem Rum


So endet ein Abend im Sonnora

Ein elegant gekleideter Kellner schenkt Weißwein in ein hohes Glas. Auf dem Tisch stehen eine weiße Blumenvase mit einer Blume und ein weiteres Glas. Der Hintergrund zeigt eine weich verschwommene Dekoration.

Die abschließenden Petit Fours gehören wohl zu dem umfassendsten Reigen, den man sich nur erträumen kann: Madeleines mit Preiselbeersahne, gebackene kleine Krapfen, Mini-Opera-Schnitten, Zartbitter-Schokoladenganache, Kaffeeschnitten, Limonen-Tartelettes, erfrischendes Mangosorbet, Tiramisu und kleine Himbeertörtchen.

Das sehr feine, leichte und ausbalancierte Menü war beeindruckend und ließ keinen Zweifel daran: Auch in Deutschland befinden sich die besten Restaurants, die einen Platz in der Weltspitze beanspruchen.

Eine Hand verwendet eine Pinzette, um ein kunstvoll angerichtetes Gericht auf einem weißen Teller zu platzieren. Das Gericht besteht aus einer Kombination von Zutaten, darunter eine Garnelenhälfte und grüne Sauce. Im Hintergrund sind weitere Teller zu sehen.
Eine Hand hält einen Löffel und gibt eine schaumige Soße auf ein kunstvoll angerichtetes Gericht in einer schwarzen Schale. Das Gericht besteht aus Fisch, Garniert mit grünen Kräutern und kleinen, dunklen Perlen, die Kaviar darstellen.

Der herzliche Service mit unscheinbarer Professionalität schart sich um Magdalena Rambichler und Marco Franzelin im Restaurant und strahlt eine familiäre Atmosphäre aus – wie bei Freunden zu Hause. Dass speziell Marco Franzelin zu den Top-Sommeliers in Europa gehört, ist längst ein offenes Geheimnis und für alle Weinkenner ein weiterer Grund für einen Besuch im Sonnora.

Nach einer sehr angenehmen und ruhigen Nacht erwartete uns am nächsten Morgen das nächste Highlight: „Das Frühstück“, wie man es nur selten bekommt. Alles war mit sehr viel Liebe und Augenmerk fürs Detail zubereitet worden. Die Eierspeisen sind ein Muss! Auch wenn der Appetit nach dem vorigen Abend noch verhalten erscheint – keine Sorge, das ändert sich beim ersten Bissen.

Ein Gast greift mit der Hand nach einem Gericht aus Garnelen, das auf einem eleganten Teller angerichtet ist. Das Essen ist mit einer cremigen Sauce und bunten Streuseln verziert. Im Hintergrund sind andere Teller und eine verschwommene Umgebung zu sehen.
Ein lächelnder Koch in einer hellen Küchenszene steht am Arbeitstisch. Er trägt eine weiße Kochjacke und eine Schürze, sowie eine Brille. Im Hintergrund sind Mitarbeiterinnen in Uniform zu sehen, die mit der Zubereitung von Speisen beschäftigt sind.

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